Neuraltherapie ...

... nach Huneke

Foto: Alltagspraxis Naturheilpraxis GROBUSCH

Wirkung und Konzept

Seit langem ist bekannt, dass sich der Körper neben Nervenimpulsen, Botenstoffen und Hormonen noch anderer Informationssysteme bedient.

Kern eines von der Medizin bislang unzureichend beachteten Informationssystems ist die Matrix (Grundsubstanz), die sich im Raum zwischen den Zellen befindet, dem sogenannten Interzellularraum.  Sie ist eng mit den Zellen, dem Nervensystem und dem Hormonsystem verschaltet. Entscheidend für den Informationsfluss in der Matrix sind elektromagnetische Wellen und Biophotonen. Das Informationssystem der Matrix ist der Kern, an dem die Methoden der Regulationsmedizin anzusetzen versuchen.

 

Eine gesunde Zelle und die einwandfreie Kommunikation mit den Nachbarzellen funktioniert nur dann, wenn die Matrix und ihre Verschaltungen intakt sind und die Grundregulation vorhanden ist. Jede Injektion reguliert das Vegetativum und reguliert über das Vegetativum.

 

In meiner Praxis verwende ich ausschließlich das Medikament Procain 0,5% - 2% zur Anwendung. Bei der Neuraltherapie kommt es weniger auf die Menge des verabreichten Lokalanästhetikums an, sondern vielmehr auf die richtige Wahl des Injektionsortes. Mit dem Einstich beginnt eine Kettenreaktion. Die spitze Verletzung durch die Nadel versetzt das direkt in der Umgebung befindliche Nervengeflecht und den dazu gehörigen übergeordneten Regelkreis in eine Stress-Situation. Diese wird in jedem Fall beantwortet. Es kommt zur Aktivierung von schmerzlindernden Nervenimpulsen oder zur Blockierung von schmerzleitenden Nervenimpulsen. Über die Einwirkung von Procain auf das Zwischenzellgewebe wird in der Regel dessen pH-Wert angehoben. Ein zu niedriger pH-Wert, also saures Gewebe, kann die Folge von Entzündung und Schmerz sein, er verstärkt die Schmerzempfindung von Nervenfasern.

 

Welche körperlichen Zustände können mit Neuraltherapie behandelt werden?

Schmerzen durch Verspannungen, nach Unfällen oder Operationen und Gelenkerkrankungen können durch die richtige Anwendung der Neuraltherapie gebessert und ihre Heilung initiiert werden. Auch in der Sporttherapie führt dies häufig zu einer rascheren Mobilisierung und Rehabilitation. Bei internistischen Erkrankungen können die Injektionen an übergeordneten Regulationszentren und Nervenknoten Einfluss auf die Energiezufuhr und Durchblutung der betroffenen Organe nehmen. Dies konnte in vielen Fällen belegt werden.

 

Was ist ein Störfeld? Wohin wird injiziert?

Injektionen an Narben oder Wunden können eine entspannende Wirkung auf weit entfernte Muskelgruppen haben. Auch scheinbar damit nicht in Zusammenhang stehende Schmerzen können verschwinden. Geschieht dies schlagartig, so spricht man vom sogenannten “Sekundenphänomen” nach Huneke. Dr. Huneke definierte die Narbe, deren Unterspritzung zu  einer Änderung oder zu einem Verschwinden von Schmerzen an einem entfernten Körperteil führte, als Störfeld. Er erforschte dieses zunächst für einen Zufall gehaltene Phänomen an vielen Patienten und vermutete, dass übergeordnete Regelkreise für die Heilung verschiedenster Zustände verantwortlich sein müssen. Er fand z.B. heraus, dass jede chronische Krankheit störfeldbedingt sein kann. Jede Körperstelle kann zum Störfeld werden.

 

Es handelt sich um ein Störfeld, wenn die Injektion dorthinein zu einer mindestens 20 Stunden anhaltenden Beschwerdefreiheit führt. Bei der Injektion an Zähne bzw. deren Wurzeln sollte die Beschwerdefreiheit  wenigstens 8 Stunden anhalten. Bessern sich die Beschwerden nicht, so muss nach einem anderen, möglicherweise übergeordneten Störfeld gesucht werden.

 

Injiziert wird auch in sogenannte Dawo´s-Punkte, d.h. da wo´s  weh tut. Dies führt zu einer Linderung der Schmerzen und stöbert eventuell ein fern gelegenes Störfeld auf.

 

Da die Injektionen von Procain in gereizte oder entzündete Bereiche des Körpers und in Schmerzgebiete erfolgen, kann es zu Gegenregulation des vegetativen Nervensystems kommen und je nach Empfindlichkeit der Person zu vorübergehenden leichten Kreislaufstörungen. Deshalb ist es notwendig, mindestens 10–15 Minuten nach der Behandlung am Ort der Behandlung zu verweilen, möglichst in unmittelbarer Nähe einer Liege. Anschließend sollte mindestens ein großes Glas Wasser getrunken werden. Danach ist eine viertelstündige Entspannung empfehlenswert.

 

Welche Injektionstechniken werden angewandt?

Quaddeln: Mit einer sehr feinen Kanüle wird im Bereich  von Schmerzen oder Verspannungen mehrfach in die oberste Hautschicht injiziert, so dass kleine Quaddeln (wie Mückenstiche) entstehen. Ganze Ketten von Quaddeln können gesetzt werden, z.B. neben der Wirbelsäule bei Verspannungen oder auf dem Kopf, um die sogenannte Hutkrempenlinie herum, bei Migräne.

 

Narbenunterspritzung: Mit der neuraltherapeutischen Behandlung von Narben soll neben einer Verbesserung des kosmetischen Ergebnisses bei noch frischen Narben eine Fernwirkung auf übergeordnete oder untergeordnete Störfelder bzw. erkrankte Körperzonen erfolgen.

 

Zeiten und Kosten

Wegen der unterschiedlichen Erkrankungen, deren Behandlung mit der Neuraltherapie möglich ist, kann keine bestimmte Anzahl an Sitzungen genannt werden. Durchschnittlich 10 – 15 Sitzungen sind meistens notwendig, um Besserungen zu erzielen. 1-3 mal wird pro Woche behandelt. Leider kann kann diese Leistung nicht von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen werden. In der GOÄ, der privaten Gebührenordnung sind die meisten Injektionen enthalten und eine Abrechnung über Privatversicherer ist möglich.