Hochsensibilität – was ist das?

Unter Hochsensibilität versteht man die Ausprägungen unserer Sinneswahrnehmungen: Hören, Sehen, Fühlen, Schmecken und Riechen. Es gibt eine kleine Anzahl von Menschen auf der ganzen Welt, ca. 20 % der Weltbevölkerung, die hochsensibel sind. Das heißt, deren Sinneswahrnehmungen sind sensibler als die eines normalsensiblen Menschen. Sie reagieren z.B. beim Einsatz eines Martinshorns empfindlicher als ihre Mitmenschen. Sie riechen Dinge, die andere nicht erfassen können, sie spüren schneller, wenn es jemanden nicht gut geht oder jemand lügt. Sie haben ausgeprägte Geschmacksknospen auf ihrer Zunge, da kann schon mal eine Tomate auf Grund ihrer Konsistenz ‘ekelig‘ schmecken. Ebenso kann ein unbekannter Raum sie überfordern, denn sie haben Adleraugen und müssen sich erstmal alles erfassen und sortieren bevor sie sich in diesem Raum wohlfühlen.

Viele denken jetzt hier vielleicht ‚Wie die Prinzessin auf der Erbse!‘ –  Leider hören hochsensible Menschen oft, dass sie empfindlich sind, sich nicht anstellen sollen, so still und schüchtern sind, usw. In der Entwicklung einer hochsensiblen Person kann das zur Fehlentwicklung seines Selbstwertes und s

Naturheilpraxis Grobusch – Hochsensibilität
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omit zur Identitätsstörungen kommen. Diese Menschen fühlen sich missverstanden und denken sie sind falsch, weil sie anders sind. Sie fühlen sich hier auf Erden nicht dazu gehörig.

 

Hochsensible Menschen sind zu 70 % introvertiert. Sie leben zurückgezogen, sind stille Beobachter, sind stark mit der Natur verbunden, sind Freigeister und vielschichtig interessiert, haben eine ausgeprägte Vorstellungskraft und brauchen viel Ruhe und Schlaf, um sich zu erholen. Viele hochsensible Personen wissen gar nicht von ihren Eigenschaften, passen sich unbewusst zu sehr an die Gesellschaftsnormen an und wundern sich, dass sie sich so ausgelaugt fühlen. Hochsensible neigen dazu selbstlos zu agieren und geraten dadurch in eine Situation der Reizüberflutung. Das heißt, der Energiehaushaltpegel schwankt schneller als bei Normalsensiblen. Seine Aufgabe ist, das richtige Maß an Reizung für sich herauszubekommen, damit es nicht zu psychosomatischen Beschwerdebildern kommt.

Merkemale – die zutreffen könnten:

  • Ausgeprägtes Gerechtigkeitsempfinden, Loyalität und Ehrlichkeit
  • Ausgeprägte emotionale Intelligenz und gleichzeitige Verwundbarkeit
  • Ausgeprägte Empathie
  • Ausgiebiges Reflektieren; augenscheinlich Schwierigkeiten bei der Entscheidungsfindung
  • Empfindlichkeit gegenüber Arzneimittel, insbesondere Antibiotika, Psychopharmaka und/oder Narkotika
  • Gefühle des „Anderssein“, augenscheinlich Schwierigkeiten in sozialen Kontakten
  • Helfer-Syndrom, Weltschmerz
  • Hohe Empfindlichkeit gegenüber Geräusche/Lärm, (grelles) Licht und Farben, Geruch, Geschmack und Berührungen
  • Hohe Intelligenz
  • „anderer“ Humor
  • Kreative, künstlerische Fähigkeiten
  • Komplexe Denkweise
  • Reiches Innenleben
  • Sehr gutes Gedächtnis
  • Starke Schmerzempfindlichkeit
  • Überhöhte Selbstansprüche, Selbstzweifel, Selbstkritik, Perfektionismus

Sie wollen wissen, ob ihr Kind oder Sie selbst hochsensibel sind? Hier geht es zum Test.