Osteopathische Medizin

Viszerale Osteopathie

Ziel

Bei gastrointestinalen Syndromen sind die Behandlungsmöglichkeiten der „klassischen“ Schulmedizin und deren Behandlungsrepertoire wie z.B. antibiotische/entzündungshemmende sowie operative Eingriffe relativ vielseitig, aber häufig mit vielen Nebenwirkungen verbunden oder aber eine beachtliche Anzahl der Patienten verbleibt mit Restbeschwerden.

 

In der viszerale Osteopathie beschäftigt sich der Therapeut mit den Organen im Brust-, Bauch- und Beckenraum und den Zusammenhängen zwischen diesen Bereichen und den Auswirkungen auf den Bewegungsapparat, das Nervensystem und die Extremitäten. Die viszerale Osteopathie als Sonderbereich der osteopathischen Medizin fokussiert sich auf die manuelle Diagnostik und manuelle Therapie funktioneller Erkrankungen innerer Organe.

 

Die Idee, die hinter einer osteopathischen Behandlung liegt, ist folgende: Jede Beweglichkeitsänderung im Bewegungsapparat im Sinne einer Hypo- oder Hypermobilität führt zu einer Funktionsstörung, die wiederum ein Krankheitsbild auslösen kann, egal ob akut oder chronisch.

 

 

Ziel einer viszeralen Osteopathie ist es den natürlichen Reflexmechanismus wiederherzustellen. Die Behandlung soll nicht nur die Symptome lindern, sondern vor allem die Ursachen beheben, Auslöser der Beschwerden beseitigen, Schonhaltungen lösen und somit dem Organismus wieder mehr Energie zur Verfügung zu stellen, so dass alte Muster verschwinden und nach und nach weitere Veränderungen von selbst eintreten können; ebenso werden die Selbstheilungskräfte aktiviert.

Indikationen/Kon-traindikationen

Als Beispiel:

Indikationen zur Behandlung des Magens, Duodenums und Jejunums - Organbeschwerden:

  • Schmerzen im Epigastrium
  • Aerophagie (Luftschlucken)
  • Saures Aufstoßen
  • Übelkeit mit Erbrechen
  • Chronische Gastritis
  • Anämie
  • Atypische Halsschmerzen
  • Kopfschmerzen

Beschwerden am Bewegungsapparat:

  • Zervikale Myalgien
  • Retrosternale Schmerzen
  • Linksseitige Schulterschmerzen

Kontraindikationen:

 

Die viszerale Behandlung gestaltet sich einfach, setzt aber zwingend eine Differenzialdiagnose voraus, die ggf. fachärztliche Befunde mit einschließt. Alle akuten Zustände, Infekte und Blutungen (hier gelten die Regeln der klassischen Kontraindikationsliste aus dem Katalog der physikalischen Therapie) sind absolute Kontraindikation.

 

Untersuchung auf Wechselwirkungen mit anderen Funktionskreisen und Strukturen

  • Zerviko-thorakaler Übergang (direkte Verbindung über den Ösophagus)
  • Symphatikus: TH 5, 6, 7, 8, 9-N. Splanchicus major
  • Parasymphatikus: C0, 1, 2-N. vagus
  • Skeletal: Wirbelsegmente TH 11-L 3, linker Rippenbogen
  • Muskulär: Diaphragma thoracalis
  • Viszeral: Leber, Zwölffingerdarm, Colon, linke Niere

Behandlung

Der Behandelnde tastet (palpiert) die feinen Eigenbewegungen der Organe ab und macht sich so ein Bild über den Gesundheitszustand des jeweiligen Organs. Er kann nun das Organ mobilisieren und „Fehlstellungen“ direkt durch sanfte Bewegungen beheben, oder provokativ die Problematik verstärken um damit Gefäße und Nerven zu stimulieren (indirekte Technik). So wird die Eigendynamik des Organs wiederhergestellt und eine Balance zwischen inneren Organen und muskuloskelettalen System erreicht. Ligamentöse Anheftungen der Organe können mobilisiert werden, Bindegewebsverklebungen gelöst, gestaute Gewebe drainiert und damit die Funktion der Organe unterstützt werden. Die körpereigenen Selbstheilungskräfte werden aktiviert und krankhafte Mechanismen aufgelöst. Zudem entspannt sich besonders das autonome Nervensystem bei einer Lockerung tiefer, chronischer Spannungen im Gewebe. Die beiden Anteile des autonomen Nervensystems harmonisieren sich.



In meiner Praxis behandle ich häufig gastrointestinale Syndrome, die sich besonders in Halswirbelsäulenverspannungen/-blockaden, Sodbrennen/Aufstoßen etc. äußern und während der Behandlung schon zu einer deutlichen Verbesserung der Beschwerden kommt.

 

Sollten Sie sich in diesem Symptomkomplex wiederfinden oder eine Ärzte-Odyssee hinter sich haben bei der bisher keine Ursache Ihrer Beschwerden gefunden werden konnte, dann wäre eine osteopathische Behandlung vielleicht eine neue Möglichkeit Ihren Beschwerden auf die Spur zu kommen? Lassen Sie sich von mir durch eine ausführliche Anamnese von 90 Min beraten – rufen Sie mich an und wir vereinbaren einen individuellen Termin für Sie.

 

 

Ich wünsche Ihnen alles Gute! 

 

Fotos:  fotolia.com

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