RR - was ist das Eigentlich?

Erstaunlicherweise stellen wir immer öfter fest, dass viele unser Patienten gar nicht wissen was mit RR gemeint ist, dem so genannten Blutdruck. Der RR ist ein Messwert, der in der Naturheilkunde als auch in der Medizin eine wichtige Rolle spielt. Begriffe wie Blutdruck, Bluthochdruck, niedrigen Blutdruck, Hypertonie oder auch Hypotonie sind vielen Patienten durchaus bekannt. Dennoch bleiben die Bedeutungen, die dahinter stecken, Ihnen oftmals unklar. Eine kleine Reise durch das ''Blutdruck''-Land soll unseren Patienten oder Sie als Leser helfen, sich mit dem Thema vertraut zu machen.


RR was bedeutet das?


RR ist eine Abkürzung und gemeint ist damit der Blutdruck. Aber warum RR? Der italienische Arzt Scipione Riva-Rocci erfand das Prinzip der unblutigen Blutdruckmessung, deshalb ist für den am Arm gemessenen Blutdruck die Abkürzung RR nach Riva-Rocci üblich. 

Mehr zum Thema:http://www.gesundheit.de/wissen/haetten-sie-es-gewusst/medizinische-begriffe/was-verbirgt-sich-hinter-dem-kuerzel-rr-beim-blutdruckmessen


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Und wie funktioniert das? 


Für die Messung wird durch eine aufgeblasene Druckmanschette Druck auf den Oberarm ausgeübt, der die Arterien staut und den lokalen Blutdurchfluss stark einschränkt. 


Was passiert dann? 


Sobald die Druckmanschette ausreichend aufgeblasen wurde, lässt man langsam den Druck ab und gleichzeitig sind mit einem Stethoskop die typischen ''Korotkowschen Geräusche'' zu hören. Diese kommen dadurch zustande, dass das Blut verwirbelt wird, und deshalb die Bewegungsgeräusche hörbar werden. Nach Erreichen des diastolischen Wertes sind keine pulsierenden Geräusche mehr wahrnehmbar.


Was sagt mir das? 

 

Blutdruck ist die Kraft, die das Blut auf die Gefäßwand der Arterien und Venen ausübt, gemessen in mmHg, maschinell auch in kPa (1 kPa = 7,5 mmHg). Im medizinischen Sprachgebrauch ist mit Blutdruck immer der Druck in den größeren Arterien gemeint. 


  • Systolischer Druck: maximaler Druck im Gefäß (Spitzendruck ), entsteht während der Kammer-systole (Anspannungszeit und kurz danach in der Austreibungszeit des Herzens)
  • Diastolischer Druck: der (niedere Wert =) mindeste Druck im Gefäß während der Kammer-diastole (Erschlaffungszeit und Auffüllzeit des Herzens); wird auch in der Zeit zwischen 2 Herzschlägen nicht unterschritten und ist ein Maß für die Dauerbelastung der Gefäßwände
  • Mitteldruck: mittlerer Druck zwischen systolischem und diastolischem Blutdruck, entspricht nicht exakt dem arithmetischen Mittel (MAD oder MAP [mean arterial pressure]; er liegt zwischen dem systolischen und diastolischen Druck (BDm = [BDs– BDd] / 3 + BDd) und wird bei der direkten Messung automatisch berechnet und gilt in der Intensivmedizin als zuverlässige Größe für die Organdurchblutung)
  • Amplitude: (auch ''Pulsdruck'', engl. ''pulse pressure'') Differenz zwischen systolischem und diastolischem Blutdruck

www.pflegewiki.de/wiki/Blutdruck


Was bedeuten die Werte?


Die Referenzwerte für den systolischen und diastolischen Blutdruck werden von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) wie folgt formuliert:

Bewertung
systolischer Wert (mmHg) diastolischer Wert (mmHg)
Hypotonie < 100 < 60
optimal < 120 < 80
normal < 130 < 85
hochnormal 130 - 139 85 - 89
Hypertonie Grad I 140 - 159 90 - 99
Hypertonie Grad II 160 - 179 100 - 109
Hypertonie Grad III > 180  > 110

Was bedeuten die Grade?


Die Hypertonie lässt sich je nach Organschädigung von Gefäßen, Augen, Herz, Nieren etc. in nach Empfehlungen der WHO in 3 Grade einteilen:

Grad
Organschädigung
Grad I  Hypertonie ohne Endorganschäden
Grad II Hypertonie mit Endorganschäden
Grad III

Hypertonie mit manifesten kardiovaskulären Folgeerkrankungen

(z.B. Angina pectoris, Herzinfarkt, Hirninfarkt, pAVK)


Gibt es Unterschiede bezüglich der Altersklassen?

 

Je nach Belastungen, Tagesrhythmus, Lebensalter und dem Durchmesser der Druckmanschette variieren die Normalwerte:

 

  • bei Frühgeborenen 1000g-2000g: 45-50 mmHg (systolischer Wert)
  • beim Neugeborenen über 2000g: 70-80 mmHg (systolischer Wert)
  • beim Säugling: etwa 75-85 mmHg (systolischer Wert)
  • bei Kleinkindern: etwa 95/60 mmHg
  • Schulkinder 6-9 Jahre: etwa 100/60 mmHg
  • Schulkinder 9-12 Jahre: etwa 110/70 mmHg
  • Jugendliche / Erwachsene: etwa 120/80 mmHg
  • Ältere Menschen: etwa 140/90 mmHg


www.pflegewiki.de/wiki/Blutdruck


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